Claudia Comte: Dreaming of Alligator Head

Adresse Alexandrinenstr. 118-121, Berlin
Tags Zeitgenössische Kunst, Monographische Ausstellung, Neue Medien, Digital Art, Virtual Reality
Webseite des Events www.koeniggalerie.com…
Webseite des Ortes www.koeniggalerie.com

Die König Galerie präsentiert mit Dreaming of Alligator Head von Claudia Comte eine virtuelle Intervention des physischen Galerieraums. Die Besucher*innen betreten die digitale Ausstellung via Smartphone und erkunden als Taucher*innen die einstige NAVE der brutalistischen Kirche, die in eine Unterwasserlandschaft verwandelt wurde. Auf dem Meeresgrund stehen Comtes Kaktusskulpturen, die als Teil der Meeresfauna erscheinen.

Die Ausstellung ist über die App der König Galerie zugänglich, die hier zu finden ist.

Comtes Interesse am Meer und der Meeresfauna ist zu einem wiederkehrenden Thema in ihren persönlichen Überlegungen und ihrer künstlerischen Praxis geworden. Im Jahr 2019 schuf die Künstlerin im Rahmen des Artist-in-Residence Programms der TBA21-Academy bei der Alligator Head Foundation eine permanente Unterwasserausstellung im East Portland Fish Sanctuary in Jamaika. Der Naturpark ist durch Tauchen und Schnorcheln erreichbar. Er wurde als Denkmal für den Meeresschutz konzipiert und ist zudem eine Hommage an die gemeinsamen Bemühungen der örtlichen Bevölkerung, das Ökosystem wiederherzustellen. Die Skulpturen tragen ihren Teil zur Wiederbelebung des Riffs bei, da sie in den kommenden Jahren mit Korallen überwuchert sein werden und somit das Nachwachsen der Meeresflora unterstützen.

Mit ihrer digitalen Einzelausstellung Dreaming of Aligator Head erschafft Comte ein in der Realität unmögliches Szenario: Sie pflanzt ihren Unterwasser-Skulpturenpark in die König Galerie. Die digitalen Besucher*nnen erleben eine faszinierende Unterwasserwelt, ohne sich physisch auf eine Reise begeben zu müssen. So schärft Comte das Bewusstsein für intakte Meeresumgebungen. Sie ist bestrebt, ästhetische Formalismen beizubehalten und gleichzeitig zu fragen, wie das künstlerische Objekt die Welt verändern kann.

Die Künstlerin Claudia Comte (* 1983 in Grancy, Schweiz) wohnt außerhalb von Basel in der Schweiz. Ihre Arbeit zeichnet sich durch ihr Interesse an der Tradition der Materialien sowie durch ihre sorgfältige Beobachtung der Künstlerhand in Beziehung zu verschiedenen Technologien aus. Ihre Arbeiten waren in den folgenden Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen: Kunstraum Dornbirn; Castello di Rivoli, Turin; König Galerie, Berlin; Copenhagen Contemporary; Gladstone Gallery, New York City; MOCA Cleveland; Museum für zeitgenössische Kunst, St. Louis; Kunsthalle Basel; Desert X, Palm Springs; Kunstmuseum Luzern; Public Art Fund, New York; Haus Konstruktiv, Zürich und Elevation 1049, Gstaad. Zu den kommenden Ausstellungen gehören der 58. Oktober Salon der Belgrad Biennale und eine Einzelausstellung im Museo Nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid im Frühjahr 2021.

Die TBA21-Academy ist eine Organisation für zeitgenössische Kunst und ein kulturelles Ökosystem, das durch den Blickwinkel der Kunst eine tiefere Beziehung zum Ozean fördert, um so zum nachhaltigen Handeln und Schutz der Meere zu inspirieren. Seit einem Jahrzehnt ist die Akademie ein Inkubator für gemeinsame Forschung, künstlerische Produktion sowie neue Wissensformen. Indem Kunst und Wissenschaft kombiniert werden, entstehen Ausstellungen, Forschungsprojekte und politischen Interventionen.www.tba21.org

Die Alligator Head Foundation (AHF) mit Sitz in Portland, Jamaika, ist eine gemeinnützige Organisation, die das sechs Quadratkilometer große Fischschutzgebiet in East Portland verwaltet. Sie unterstützt die Forschungsanstrengungen des Alligator Head Marine Lab, um die Erhaltung und den Schutz der Meere voranzutreiben, Lebensräume wiederherzustellen und die lokale Wirtschaft zu regenerieren.

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